FAQ
Haartransplantation — häufige Fragen
Wer eine Haartransplantation erwägt, hat meist viele Fragen. Dies sind die, die am häufigsten gestellt werden.
FAQ
Haartransplantation — häufige Fragen
Wie funktioniert die FUE?
FUE, Follicular Unit Excision, ist ein Haartransplantationsverfahren, bei dem die Grafts einzeln aus dem Entnahmebereich gelöst werden. Ein Graft ist die biologische Einheit aus Follikeln und den von ihnen gebildeten Haaren; Grafts enthalten in der Regel ein bis vier Haare und stammen aus dem Entnahmebereich, der gegenüber androgenetischem Haarausfall unempfindlich ist. Die FUE kann manuell, motorisiert oder automatisiert erfolgen. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von den Eigenschaften der Follikel ab — Haarstärke, Lockung, Austrittswinkel und Ähnliches.
Gibt es mehrere Arten der FUE?
Die kurze Antwort lautet nein. Wie auch immer sie bezeichnet werden: Es gibt nicht mehrere verschiedene FUE-Verfahren. Wie bereits erwähnt, werden die Hohlnadel — mechanisch, elektrisch oder robotisch — sowie Typ und Durchmesser der Nadelspitze nach den Gegebenheiten der Patientin oder des Patienten gewählt; am Wesen des Verfahrens ändert das nichts. Es handelt sich durchgehend um dieselbe FUE-Technik.
Welche Vorteile hat die FUE?
Deutlich weniger Beschwerden oder Schmerzen nach der Operation.
Keine waagerechte Narbe im Nacken.
Die Operationswunden sind wesentlich kleiner und unauffälliger und heilen innerhalb weniger Tage.
Die Einzelentnahme ermöglicht es, Spenderhaar auch aus Bereichen zu gewinnen, die mit herkömmlichen Methoden unerreichbar waren, etwa aus den seitlichen Zonen der Kopfhaut sowie aus Bart- oder Körperhaar.
Welche Nachteile hat die FUE?
Die Zahl der an einem Tag entnehmbaren und einsetzbaren Grafts ist begrenzt. In manchen Fällen sind zweitägige Eingriffe erforderlich.
Der Erfolg der FUE hängt stark von der operierenden Ärztin oder dem Arzt, der angewandten Technik und den Materialien ab. Sowohl bei der Entnahme als auch beim Einsetzen ist eine gute Hand-Augen-Koordination nötig.
FUE-Grafts sind deutlich empfindlicher, weshalb durchgehend besondere Sorgfalt erforderlich ist. Unzureichende Erfahrung oder Technik sowie eine zu lang geratene Operation verursachen ein Trauma; die Überlebensrate der Grafts kann dann erheblich sinken, auf unter 50 bis 60 Prozent, was ein nicht ausreichend dichtes, unnatürliches Ergebnis nach sich zieht. Die Folge ist, dass ein bereits transplantierter Bereich erneut transplantiert werden muss, um natürliche Dichte zu erreichen.
Dieses Trauma zu vermeiden ist die größte Herausforderung bei FUE-Haartransplantationen.
Bleibt nach einer FUE-Haartransplantation eine sichtbare Narbe?
Im Entnahmebereich entstehen nach dem Eingriff einige winzige, punktförmige Wunden. Sie schließen sich innerhalb von zwei bis vier Tagen. Die verbleibenden mikroskopisch kleinen Narben sind schwer oder gar nicht zu erkennen.
Was kostet eine Haartransplantation?
Keine zwei Fälle gleichen einander, mit einer festen Vorlage lässt sich daher kein Betrag errechnen. Den Preis beeinflussen zahlreiche Faktoren, darunter die benötigte Graftzahl, der Ort der Entnahme des Spenderhaars sowie das gewünschte Ergebnis und die gewünschte Dichte. Bei den unrasierten NON-SHAVE- und LONG-HAIR-FUE-Techniken liegen die Kosten höher.
Wie lange dauert die Erholung nach einer FUE-Haartransplantation?
Die meisten Patientinnen und Patienten können zwei bis sieben Tage nach der Operation zu ihrem gewohnten Alltag zurückkehren. FUE-Wunden schließen sich in der Regel innerhalb von zwei bis vier Tagen; bis der Entnahmebereich frei von Krusten ist, können jedoch sieben bis zehn Tage vergehen.
Ist eine FUE-Haartransplantation schmerzhaft?
In der Regel haben Patientinnen und Patienten weder während noch nach dem Eingriff Schmerzen. Nur wenige berichten nach einer FUE von leichten Schmerzen, die mit einem Schmerzmittel abklingen. In den meisten Fällen treten überhaupt keine Schmerzen auf.
Schwillt die Stirn nach einer FUE-Haartransplantation an?
Dank moderner Betäubungs- und Operationstechniken ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwellung oder eines Ödems an der Stirn um ein Vielfaches geringer als bei älteren Methoden. Bei der Mehrzahl der Eingriffe tritt kein Ödem auf.
Wie viele Grafts werde ich brauchen?
Die benötigte Graftzahl richtet sich nach der Größe der zu deckenden Fläche und der gewünschten Dichte. Stärkere Grafts und Grafts mit mehr Haaren ergeben volleres, dichteres Haar — und das ist genetisch vorgegeben. In der ersten Sprechstunde gehen wir Ihre Ziele und die Möglichkeiten durch, bevor die erforderliche Graftzahl festgelegt wird.
Wie lange hält das Ergebnis einer FUE?
Das Ergebnis einer FUE-Haartransplantation hält ein Leben lang, sofern die Grafts aus der sicheren Zone entnommen werden und das Operationstrauma möglichst gering gehalten wird.
Sieht das Ergebnis einer FUE natürlich aus?
Wird der Eingriff von einer erfahrenen und fachkundigen Ärztin mit der richtigen Technik durchgeführt, wirkt das Ergebnis natürlich, und andere können nicht erkennen, dass eine Haartransplantation stattgefunden hat. Ergebnisse vor und nach einer Transplantation finden Sie auf der Vorher-Nachher-Seite mit den aktuellsten Ergebnissen tatsächlicher Patientinnen und Patienten.
Wie lange dauert eine FUE-Haartransplantation?
Die Dauer des Eingriffs hängt von der geplanten Graftzahl und von der Art der FUE ab. In der Regel dauert er vier bis acht Stunden. Werden mehr als 2.000 bis 2.500 Grafts benötigt, erstreckt sich die Operation über zwei Tage. In besonderen Fällen lässt sich eine Transplantation ohne Rasur durchführen, die LONG-HAIR-FUE ist jedoch zeitaufwendiger: An einem Operationstag lassen sich damit in der Regel höchstens 500 bis 1.000 Grafts sicher verpflanzen.
Worin besteht der Unterschied zwischen FUE und DHI?
Es handelt sich um zwei verschiedene Begriffe. FUE bezeichnet die Technik der Haarentnahme Graft für Graft, die manuell oder mit einem motorisierten Instrument erfolgen kann — also den Vorgang, die Grafts aus dem Entnahmebereich zu lösen. DHI, Direct Hair Implant, ist eine Technik zum Einsetzen der entnommenen Grafts: Unmittelbar nach der Entnahme werden sie mit einem speziellen Implanter-Stift in die Kopfhaut eingebracht, ohne zuvor geschnittenen Empfängerkanal. Von FUE- und DHI-Transplantationen als Alternativen zu sprechen, ist nicht wirklich möglich, weil beides nicht dasselbe bedeutet. Nach einer FUE-Entnahme lassen sich die Grafts mit der DHI-Technik einsetzen, ebenso Grafts aus einer FUT-Entnahme. Das Missverständnis entsteht meist dadurch, dass FUE nicht nur als Entnahmetechnik, sondern als Bezeichnung der gesamten Operation verstanden wird, mit der Annahme, nach der Entnahme müssten Kanäle für die Grafts geschnitten werden. Da die beiden Begriffe verschiedene Abschnitte einer Haartransplantation bezeichnen, hat die Frage in dieser Form keine rechte Grundlage.
Welche Risiken und Komplikationen hat eine FUE-Haartransplantation?
Zu den Komplikationen einer FUE können Schwellung, Blutergüsse, Juckreiz und Schmerzen zählen. Es besteht auch ein Risiko für Blutungen und für ein Taubheitsgefühl der Kopfhaut. Ein nennenswertes Risiko ist der Shock Loss, also Haarausfall nach der Operation. Er lässt sich deutlich verringern, wenn die Empfehlungen der behandelnden Ärztin eingehalten werden.
Wächst das frisch verpflanzte Haar sofort?
Nein. Die verpflanzten Haare fallen in den ersten Wochen aus; das ist zu erwarten und bedeutet nicht, dass das Graft verloren wäre. Der Follikel bleibt an Ort und Stelle und bildet ab etwa dem dritten Monat neues Haar.
Wann ist das Endergebnis sichtbar?
Neuer Wuchs beginnt in der Regel ab dem dritten Monat und ist ab dem sechsten deutlich sichtbar. Die endgültige Dichte wird nach etwa zwölf, in manchen Fällen bis zu achtzehn Monaten erreicht.
Was ist nach dem Eingriff zu beachten?
Patientinnen und Patienten erhalten Hinweise zur Haarpflege und zu dem, was für ein bestmögliches Ergebnis empfohlen wird. Schlafen Sie halb aufrecht, in einem Winkel von 45 Grad, um Schwellungen gering zu halten. Für die Nacht erhalten Sie ein Nackenkissen, das verhindert, dass die verpflanzten Haare im Schlaf versehentlich gerieben oder herausgezogen werden. Ab dem vierten Tag können gewohnte Tätigkeiten wieder aufgenommen werden, anstrengender Sport ist jedoch eine volle Woche nach der Transplantation zu meiden.
Ärztliche Beratung
Terminvereinbarung
Vor einer persönlichen Untersuchung lässt sich über eine Behandlung nichts Verbindliches sagen. In der Sprechstunde beurteilen wir den Zustand der Kopfhaut und empfehlen anhand des Befundes eine Behandlung — oder vorerst keine.
Ablauf der Sprechstunde
- allgemeine ärztliche Untersuchung
- Beurteilung des Gesundheitszustands
- Auswertung der Laborbefunde
- Kamerauntersuchung der Kopfhaut (trichologische Abklärung)
- Erstellung eines Behandlungsplans
Kontakt
- Telefon
- +36 70 408 1068
- [email protected]
- Praxis
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Sollten Sie einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig mit. Eine kostenfreie Änderung oder Absage ist ausschließlich bis 48 Stunden vor dem Termin möglich.